Miss Wahl urbanharbor

Frau Höfer, wie hat Ihnen die Miss-Wahl im urbanharbor gefallen?

Die Atmosphäre war sehr gut. Das war eine Veranstaltung, die auch in Berlin hätte stattfinden können. Das hatte richtig Glamour, der rote Teppich war in diesem Fall passend.

Sie sind seit über 35 Jahren in der Modebranche tätig und haben selbst schon viele Modenschauen organisiert. Wie fanden Sie den Auftritt der Models?
Es hat mir gefallen, wie sich die Models auf dem Laufsteg vorgestellt haben. Fast alle haben ja zum ersten Mal bei einer Miss-Wahl mitgemacht und waren vor Beginn der Show dementsprechend nervös. Aber die Auftritte waren ausnahmslos sehr professionell. Sicher haben einige im Vorfeld zu Hause den Catwalk vor dem Spiegel geübt. Am Schluss war den Models die Erleichterung anzumerken, dass alles so gut über die Bühne gegangen ist.

Sie haben die Teilnehmerinnen ausgestattet. Wie sind Sie dabei vorgegangen?
Genauso, wie ich es jeden Tag in meinem Modegeschäft mache. Natürlich bin ich immer auf der Suche nach neuen Modehighlights und häufig zu Gast auf Messen in Mailand, Paris, München, Düsseldorf oder Berlin, um mich über die aktuelle Mode zu informieren. Weitblick tut gut. Im konkreten Fall setze ich aber vor allem auf Einfühlungsvermögen, Intuition und Innovation. Das gehört in der Modebranche einfach dazu. Meine Mode kaufe ich nicht, weil etwas im Trend liegt, sondern nur, wenn mir die Mode wirklich gut gefällt und oftmals hat sie sich in der Vergangenheit dann auch zum Trend entwickelt. Dabei unterstütze ich gerne junge Designer.

Und wie gehen Sie bei der Modeberatung konkret vor?
Ich sehe jemanden und entwickle dann meine typgerechten Ideen. Über Mode könnte man ja jedes Mal stundenlang diskutieren. Wenn ich jemanden berate, versuche ich, ihren Typ hervorzuheben und eventuell eine neue Facette zu entdecken, die die Kundin noch nicht gesehen oder gewagt hätte. Mir geht es um einen gepflegten Gesamteindruck, der auch außergewöhnlich sein darf. Und natürlich lege ich großen Wert darauf, dass sich meine Kundinnen in meinen Kleidern wohlfühlen. So habe ich es mit den Models bei der Miss-Wahl auch gemacht.

Waren Sie mit den Ergebnissen zufrieden?
Alle Models repräsentierten ihren eigenen Typ sehr gut. Für mich als Jury-Mitglied war es deshalb sehr schwierig, jemanden herauszuheben. Ich habe auch alle Models mit Punkten bedacht. Zum positiven Eindruck haben natürlich auch die tollen Frisuren und das professionelle Make-up beigetragen und so ein schönes Gesamtbild ergeben. Die Models waren am Sonntag vor der Miss-Wahl in meinem Modegeschäft zur Anprobe. Schön war, dass die Models und ich bei der Auswahl der Kleider einer Meinung waren. Wir haben uns gut verstanden und ich denke, es hat allen Spaß gemacht, das gilt auch für mich selbst.
 
Nach welchen Kriterien haben Sie Ihre Punkte verteilt?
Selbstverständlich mussten die Outfits und Accessoires hundertprozentig zusammenpassen. Auch die Ausstrahlung, das Lächeln war mir wichtig. Und natürlich, wie sich die Models bewegt haben. Die Bewegungen auf dem Laufsteg haben auf mich zum Teil einen sehr professionellen Eindruck gemacht.

Könnten Sie sich vorstellen, mit einzelnen Models weiterzuarbeiten?
Das kann ich mir nicht nur vorstellen, das mache ich bereits. Zuletzt hatte ich zum Beispiel ein Fotoshooting in meinem Modegeschäft, zu dem ich Mary aus Kirchheim und Sina aus Möglingen eingeladen habe. Ich habe gleich gesehen, dass sie und meine Mode gut zusammenpassen.

Würden Sie einige Trends in der aktuellen Wintermode verraten?
Eigentlich setze ich mich bereits mit der neuen Wintermode 2018/19 auseinander und erwarte  in den nächsten Tagen auch schon die Frühjahrsmode 2018.

Da Mode sehr vielseitig geworden ist, würde meine Empfehlung für jede einzelne Kundin  den Rahmen sprengen. Es gibt für mich nicht nur den einen Trend außer dem der Individualität.

Sie sind beruflich häufig in Großstädten unterwegs. Wie unterscheidet sich denn die Mode im alltäglichen Straßenbild in einer Metropole wie Mailand von Ludwigsburg?

Mailand ist für mich die Modemetropole schlechthin. Die Menschen haben dort eine ausgesprochen gute Einstellung zur Mode. Sie sind neugierig auf die neuen Kollektionen und sehr stolz auf ihre modische Kreativität. Mode ist selbstverständlich, allgegenwärtig und wird selbstbewusst getragen.
Was Ludwigsburg und Mode angeht: Man sieht hier viele gut angezogene Leute und im Hinblick auf Mode ist Ludwigsburg sehr gut aufgestellt, was mir die vielen Kundinnen von außerhalb auch bestätigen.